Master und Bachelor – was ist das eigentlich?
Wenn es nach den Machern der Hochschulreform geht, dann sind die Master und Bachelor Studiengänge eine Art Revolution, denn beide sorgen dafür, dass man zum einen sein Studium verkürzen kann und auf der anderen Seite zeitnah am Arbeitsleben ist. Master und Bachelor gibt es noch nicht allzu lange, denn erst im Jahre 1999 wurde im italienischen Bologna beschlossen, das Studieren zu vereinfachen und das mit der Hilfe der Studiengänge Master und Bachelor.
Vor 1999 gab es die Universitätsabschlüsse mit Diplom, Magister und Staatsexamen, je nachdem welches Studienfach belegt wurde. Jetzt gibt es die Möglichkeit, sein Studium in zwei Stufen zu beenden, wobei die erste Stufe der Bachelor und die zweite Stufe der Master ist. In der Regel muss man an einer Hochschule sechs bis acht Semester studieren, um den Abschluss Bachelor zu erreichen, der dann auch den Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht. Alle, die ihr Wissen aber gerne noch ein bisschen vertiefen wollen, die können praktisch aufsatteln und dann noch ihren Master machen.
Im Gegensatz zu früher gibt es bei den Bachelor und Master Studiengängen keine der berühmt-berüchtigten „Scheine“ mehr, sondern sogenannte Credit-Points, ein Punktesystem, das als Studiennachweis dient. Mittlerweile haben alle Hochschulen und Universitäten auf Bachelor und Master umgestellt und auch für diejenigen, die auf Lehramt studieren, gibt es jetzt die Möglichkeit, zuerst den Bachelor und dann noch den Master zu machen. Schwierigkeiten gibt es allerdings immer noch bei den Studiengängen, die mit einem Staatsexamen abgeschlossen werden, wie zum Beispiel Medizin oder Jura. Einzelne Hochschulen haben mit der Umstrukturierung begonnen, aber ob sich auch hier Bachelor und Master durchsetzen, ist fraglich.
Was tun bei einem schlechten Bachelor-Abschluss?
Was passiert aber, wenn man einen schlechten Bachelor-Abschluss macht? Kann man dann noch zum Master zugelassen werden? Das kann passieren, und wenn das der Fall ist, dann muss man sich erneut für den Masterstudiengang bewerben. Wenn das nicht klappt, dann kann dies das Ende einer Universitätskarriere bedeuten. Aber es gibt auch Ausnahmen, wie zum Beispiel bei Lehramtsstudenten, die ohne einen weiteren Abschluss keine beruflichen Chancen haben. Die Regelungen sind aber von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich.
In der heutigen Zeit führen über 80% der Studienangebote an den deutschen Hochschulen zu den Abschlüssen Bachelor und Master, denn immer mehr Studienanfänger entscheiden sich für eine einfache Form des Studiums.







